Sport ist Leben

Wie kam es zu der Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen, das Coachingeinheiten anbietet? Inwiefern korreliert der Blog mit meiner Geschichte und welche Motivation steckt hinter dem Schreiben?

 


Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen, seinen eigenen Antrieb. Meine Geschichte möchte ich euch in diesem Blog erzählen oder zumindest den wesentlichen Teil davon. Der Weg, den ich bestritten habe und der mich schließlich zu diesem Punkt gebracht hat, an dem ich Swyn Coaching gründen durfte, lässt sich an wenigen, aber äußerst prägenden und signifikanten Ereignissen festmachen. Dabei habe ich einiges gelernt.

In den folgenden regelmäßig erscheinenden Blogeinträgen werde ich immer ein spannendes Thema behandeln, das sich auf den Gesundheits-, Fitness- und Coachingbereich bezieht. Mein Ziel ist es, dich zu inspirieren, zu motivieren und dir ein Vorbild zu sein. Ich möchte dir in diesem Blog Wissen anschaulich und praxisbezogen vermitteln und dafür sorgen, dass du die behandelten Themen, Methoden und Ansätze in dein Leben integrieren kannst. Mein Ziel ist es, die Energie, die in mir brennt, mit dir zu teilen. Ich möchte dich an meiner Lebenserfahrung, meiner Expertise und meiner Positivität teilhaben lassen. Denn nur, wenn man mit anderen Menschen etwas teilt, kann das eigene Leben auch erfüllt sein. Mein Motto ist „Living is giving and giving is living“.

 

Die Reise beginnt…

Langjährige Wegbegleiter wissen genau, mit welchem Datum mein neues Leben begonnen hat. Am 13.05.2010 wurde ich neu geboren.

Ein Trampolinunfall kostete mich beinahe mein Leben. Ein verunglückter doppelter Vorwärtssalto, bei dem ich lediglich anderthalb Rotationen vollführte, endete mit einer kurzen Ohnmacht. Die kaum zu beschreibenden Schmerzen im Anschluss wie auch das Gefühl der Ungewissheit und Angst werde ich wohl nie vergessen. Unvergesslich auch die Diagnose: Hals- und Brustwirbelsäulenfraktur.

In vielerlei Hinsicht hatte ich an diesem Tag Glück. Zum einen war es kein Freitag, an dem sich der Unfall ereignete. Meine leicht abergläubische Großmutter hätte sich wohl ihr Leben lang vor schwarzen Katzen, zerbrochenen Spiegeln und geborstenen Tassen gefürchtet.

Zum anderen brachen die Wirbel an deren Längsseiten. Die Bandscheiben waren von der Fraktur nicht betroffen. Nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt sagte mir der damals behandelnde Arzt, dass die Wahrscheinlichkeit größer gewesen wäre, drei Mal hintereinander im Lotto die sechs Richtigen zu haben, als dass ich lebend – und auch gehend – diese Nummer überstehen würde. Der 13. Mai veränderte mein Leben in vielerlei Hinsicht. Im Folgenden sollen die drei Kernpunkte des damit verbundenen Veränderungsprozesses aufgeführt werden.

Mit einer Wirbelsäulenfraktur begann mein neues Leben.
Dankbarkeit

Eine zweite Chance im Leben zu erhalten, ist wohl das größte Geschenk, das man sich vorstellen kann. Meine Dankbarkeit darüber, einen zweiten Geburtstag feiern zu dürfen, lässt sich eigentlich nicht in Worte fassen. Ich versuche es immer wieder, doch manche Gefühle wie Liebe, Trauer, Wut und Dankbarkeit sind schwer verbalisierbar. Natürlich kann man Menschen Danke sagen. „Ich liebe dich!“ oder „Ich hasse dich!“ sind schnell dahingesagt. Doch die Emotionen, die hinter diesen Worten stehen, sprengen unsere Vorstellungskraft. Es geht auch nicht darum, sich perfekt zu artikulieren oder etwas zu tun, dass dem jeweiligen Gefühl Ausdruck verleiht. Man lebt seine Emotionen. Emotionen bestimmen unser Leben. Wir sind Emotionen. Seit dem Unfall bin ich von einer solchen Dankbarkeit erfüllt, dass ich versuche, anderen Menschen dieses Gefühl zu vermitteln. Jeden Tag bin ich dankbar für alles, was ich habe. Für alles, was ich bin. Für jede Person, die in mein Leben tritt und die dieses bereichert. Ich habe die zweite Chance nicht umsonst erhalten. Ich möchte dem Leben etwas zurückgeben.

 

Mindset

Ich habe am 13.05.2010 und in den darauffolgenden Wochen und Monaten die Erfahrung gemacht, dass es von dir – von dir allein – abhängt, ob du ein Erlebnis positiv oder negativ bewertest und wie du mit dem Ergebnis umgehst. Ob du das Ergebnis akzeptierst oder ob du dich mit aller Kraft dagegen wehrst. Anfangs stürzte ich in eine Depression. Ich haderte mit mir und der schwierigen Situation. Ich musste monatelang eine Halskrause tragen, hatte Schmerzen, war bewegungseingeschränkt und fühlte mich kraft- und antriebslos. Die Ärzte sagten mir, dass ich mich nie vollständig von dem Unfall erholen würde. Dass ich mein Leben lang mit Verspannungen und Kopfschmerzen rechnen müsste. Dass ich nicht mehr alles machen könne – auch in Bezug auf mein sportliches Engagement. Die Worte trafen mich bis ins Mark. Bis zu diesem Moment konnte ich alles bewerkstelligen, was ich mir in den Kopf gesetzt hatte. Die ersten Wochen waren dementsprechend hart. Nach einer gewissen Zeit entwickelte ich jedoch ein anderes Mindset. Zum einen akzeptierte ich den damaligen Zustand. Ich konnte anfangs nicht viel machen und musste warten, bis die Wirbel sich wieder regeneriert hatten. Selbst mit der Physiotherapie konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beginnen. Akzeptanz war das Erste, was ich lernen musste. Manche Probleme lassen sich nicht auf Anhieb lösen. In solchen Momenten muss man einfach realistisch bleiben.

Der Unfall lehrte mich, dankbar zu sein. Dieses Gefühl bestimmt seitdem mein Leben.

Zum anderen wollte ich mir mein eigenständiges Leben und meine Selbstständigkeit zurückerobern. Ich wollte nicht mehr auf die Hilfe anderer Leute angewiesen sein. Ich wollte wieder alles machen können und mich kraft- und energiegeladen fühlen. Ich wollte mein neues Leben sinnvoll nutzen. Die Lebensphilosophie und das Mindset, das ich damals entwickelte, halfen mir dabei, in den Folgejahren große Herausforderungen zu meistern. Mein Leben fühlte sich wieder glücklich, erfüllt und selbstbestimmt an. Ich wusste jetzt, dass ich jedes Hindernis erfolgreich überwinden kann, wenn ich dabei nur positiv bleibe. Meine Einstellung und mein Einsatz bestimmen alles!


Sport ist Leben

Sport kann das eigene Leben verändern. Meines hat der Sport damals definitiv verändert. Es war ein Sportunfall, der mir einen Schlag ins Gesicht versetzte. Der mich aufgeweckt hat. Der mich erkennen ließ, worum es im Leben wirklich geht, was wirklich wichtig ist. Und es war der Sport, der mich positiv antrieb, mich stärker machte und mir mein Lebensgefühl zurückgab. Ich wusste, dass wenn ich nur hart genug an mir arbeiten würde, dass ich mein Leben dann wieder selbst gestalten könnte. Dass es keine Barrieren mehr geben würde – mental wie physisch gesehen. Ich zeigte eine eiserne Disziplin. Erst arbeitete ich diszipliniert während der Physiotherapie, später im Rehazentrum, dann im Fitnessstudio. Die Leute dachten, ich würde dort wohnen. Ich saugte alles auf, achtete penibel auf jede einzelne Übung, die meine Rückenmuskulatur wieder aufbauen sollte. Der Fokus lag auf dem Trapezmuskel, den Rhomboiden und dem Rückenstrecker. Zuhause ging es dann weiter. Das Ergebnis war erstaunlich: Nach einem Dreivierteljahr war ich nicht nur schmerzfrei, ich konnte sogar alles wieder selbstständig erledigen. Ich konnte die Schule besuchen und dort höchstmotiviert Bestleistungen erzielen. Ich konnte mit meinen Freunden feiern und mit meiner Familie in den Urlaub fahren. Ich konnte jeder sportlichen Tätigkeit nachgehen, wobei ich die Extremsportarten, die ich zuvor so sehr geliebt habe, ein wenig ausklammerte. Ich wollte mein Glück nicht direkt wieder herausfordern.

Ein Schicksalsschlag hat mich wachgerüttelt. Mein Leben ist seitdem erfüllter und glücklicher!

In den darauffolgenden Jahren merkte ich immer mehr, dass der Sport einen ganz essentiellen Anteil meines Lebens darstellt. Über den Sport lässt sich extrem viel transportieren, so viel vermitteln. Der Sport hat mir mein altes Leben genommen und mir ein neues Leben geschenkt. Deshalb bin ich täglich dafür dankbar, dass ich mich gesund, vital und energiegeladen fühle. Dass ich mit meinem Körper alles machen kann. Dass ich ihn sportlich fordern und an diesen Anstrengungen wachsen kann. Dass meine Lungen sich mit Atemluft füllen und mein Herz gleichmäßig in meiner Brust schlägt. Der Sport hat mein Leben gerettet. Sport ist mein Leben. Sport ist Leben. Dieses Wissen, dieses Gefühl möchte ich an andere Menschen weitergeben!

Was ich vom Leben in Afrika gelernt habe…

Als ich nach meinem Abitur ein FSJ in Malawi absolviert habe, hat sich erneut einiges für mich geändert. Ich konnte viel dazulernen. Ich habe unglaubliche Dinge gesehen. Ich habe Menschen getroffen, die mein Leben bereichert haben. Ich habe mich damals weiterentwickelt. Dem ein oder anderen Freund ist das deutlich aufgefallen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich während meiner Zeit in Malawi gewinnen konnte, war, dass Menschen, egal wie arm oder reich sie sind, mit einer Lebensfreude und Liebe erfüllt sein können, die über jeglichen Besitz hinausgeht.

Ich habe Malawier getroffen, die materiell gesprochen, nichts – wirklich nichts (!) – hatten. Diese Menschen gehörten mit Abstand zu den lebensfrohsten, lebensbejahendsten, liebenswürdigsten und hilfsbereitesten Individuen, denen ich in meinem ganzen Leben begegnet bin. Sie waren von einer solchen Liebe erfüllt, dass sie geradezu gestrahlt haben.

Natürlich gab es auch negative Ereignisse. Natürlich gab es auch Menschen, die verzweifelt, traurig, wütend, hinterlistig oder gemein waren. Doch diese Menschen gibt es überall auf der Welt. Und ich glaube, dass die wenigsten mit materieller Armut und Existenzängsten so gut umgehen können. Die Zeit in Malawi hat mich zutiefst geprägt. Was ich in dieser Zeit gelernt habe? Was mir das Leben dort beigebracht hat?

Es ist egal, was du hast. Es ist egal, was du verdienst. Es ist egal, welchen Status du innehast. Sei dankbar für alles, was du hast. Sei dankbar für das, was du bist. Sei dankbar für die Momente mit deinen Liebsten. Sei dankbar für jeden Atemzug. Sei glücklich! Und schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln.

Mein FSJ in Malawi hat mich sehr geprägt. Die Menschen dort haben mir gezeigt, wie unglaublich lebensfroh man sein kann.

Während meines Aufenthalts in Malawi habe ich eins gemerkt: Ich möchte die Zeit, die mir gegeben ist, nicht sinnlos vergeuden. Ich möchte mich aktiv in die Gesellschaft einbringen. Ich möchte mit meinem Wirken einen positiven Beitrag in der Welt hinterlassen.

Damals entstand in mir der Gedanke, als Coach tätig zu sein und anderen Menschen gezielt zu helfen.

Willkommen im Jetzt

Jetzt, zehn Jahre nach meinem Unfall und sieben Jahre nach meinem FSJ in Malawi, ist der Zeitpunkt gekommen, meine Vision in die Wirklichkeit umzusetzen. Deshalb habe ich Swyn Coaching gegründet. Und deshalb schreibe ich meine Blogeinträge. Ich möchte andere Menschen an meinem Mindset und meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Ich möchte Ihnen zeigen, wie wichtig es ist, einen gesunden Körper und einen gesunden Geist zu haben. Und ich möchte ihnen zeigen, was dazugehört, ebendiese aufzubauen.

In den folgenden gut recherchierten Beiträgen wirst du einen ersten Eindruck erhalten. Ich hoffe aber, dich irgendwann persönlich kennenzulernen und mit dir zusammenzuarbeiten. Ich möchte dir ein guter Coach sein. Ich möchte dich inspirieren und motivieren. Denn mein Motto ist: Living is giving and giving is living!

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